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Status unserer Sprache


Juristischer Status der regionalen Sprachen Frankreichs

 

étude de la Délégation générale à la langue française et aux langues de France

Justizwesen

IM AUFBAU !

Politisches Leben

 

Entsprechend einer Richtlinie vom 8. August 1919 können Wahlplakate und Wahlprogramme in den 19 deutschsprachigen Kantonen des Département Moselle zusätzlich auch auf Deutsch verteilt werden. Diese Richtilinie hat jedoch keinen rechtlichen Wert, es handelt sich eher um Gewohnheitsrecht. Hierunter finden Sie die Wahlplakate bzw. die Wahlprogramme der Kandidaten für Präsidentenwahl 2007 (angezeigt werden nur Plakate der Kandidaten, die eine deutsche Fassung produziert haben)

 

 

 

 

 

Dialektwörterbücher

Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten

Wörterbuch Dialekt-Hochdeutsch

Bearbeitet von Michael Ferdinand Follmann. Leipzig 1909. [Nachdruck Hildesheim/New York 1971, Sändig Reprints Verlag Hans R. Wohlwend Vaduz, Liechtenstein 1986].
auch im Internet erhältlich auf der Webseite der Universität Trier

Wärterbuuch vum Saageminner Platt

Wörterbuch der Saargemünder Mundart
Bearbeitet von Marianne Haas-Heckel,
Confluence, Saargemünd, 2001, 240 Seiten
ISBN 2-909228-12-6


Dieses Wörterbuch beinhaltet in einem ersten Teil 5000 Wörter der Saargemünder Mundart. Jedes Wort wird mit seinen grammatischen Merkmalen und seiner französischen Übersetzung angegeben. Zahlreiche Beispiele illustrieren und erläutern den Sinn und Gebrauch der Wörter.


Der zweite Teil behandelt die praktischen Elemente der Mundartgrammatik und -Konjugation und beinhaltet Wörterlisten, die den phonetische Ansatz der Saargemünder rheinfränkischen Mundart vereinfachen sollen. Zeichnungen von François Abel.

Le Platt - Le francique rhénan du Pays de Sarreguemines jusqu'à l'Alsace

Wörterbuch Platt-Hochdeutsch-Französisch
Bearbeitet von Hélène Nicklaus,
Pierron Verlag, Saargemünd, 2001, 394 Seiten, 6400 Wörter
ISBN: 2-7085-0306-5

Le Platt, une langue

Bearbeitet von Hélène Nicklaus,
Pierron Verlag, Saargemünd, 2008
ISBN-10: 270850343X
ISBN-13: 978-2708503434

Wörterbuch der Sankt Avolder Mundart

Bearbeitet von Manfred Pützer, Adolph Thil, Julien Helleringer,
Editions Serpenoise (Metz), 256 Seiren
Zweisprachige Ausgabe: Französisch - Rheinfränkische Mundart

Online Wörterbuch der Mundarten des Gebietes Pfalzburg/Saarburg

Online Wörterbuch

Das Vokabular dieses Online-Wörterbuchs bezieht sich auf einen sehr heterogenen Mundartraum, der eine Übergangszone zwischen dem östlich liegenden elsässisch-alemannischen Sprachraum und dem westlich liegenden lothringisch-rheinfränkischen Sprachraum darstellt.

Saa Mol - 250 mots franciques typiques de la région Bouzonville-Boulayfränkische Wörter

Bearbeitet von Jean-Louis Kieffer, 2. Auflage, Busendorf/Bouzonville: Gau un Griis, 64 Seiten Dieses moselfränkisches Mundart-Lexikon (Raum Busendorf/Bolchen) beinhaltet 250 Mundart-Begriffe, die ins Französische und ins Standarddeutsche mit ihrer jeweiligen Sprachwurzel übersetzt wurden sowie mit einem Beispielsatz in Platt zum besseren Verständnis des Begriffs versehen sind. Zeichnungen von Emmanuel Hauter.

 

Mir honn so geredd

Rheinfränkischen Wörten

Bearbeitet von Marianne Haas-Heckel, Robert Lambert, Imprimerie Sarregueminoise, (1994, 300 Seiten)

Dieses Buch behandelt in 6 Kapiteln verschiedene Ausdrücke, die nach Themen eingeordnet sind, sowie ins Französische übersetzt und kommentiert werden.

 

Bitscher Platt : Wörterbuch Dialekt-Hochdeutsch-Französisch

Wörterbuch der Bitscher Mundart (Mundart-Standdarddeutsch-Französisch) Bearbeitet von Claude Zins. 1994, 136 Seiten (erhältlich in der Mediathek der Stadt Saargemünd)

Holl känn Blatt vur's Mull ! (2 volumes)

Eine Sammlung typischer Redewendungen aus Deutschlothringen mit ihren jeweiligen Übersetzungen in die standarddeutsche und französische Sprache.
Band 1 de A à I
Bearbeitet von Marcel Scherer - Freimingen-Merlenbach: Bei uns Dahem (Herausgeber), 1999, 207 Seiten
Band 2
Bearbeitet von Marcel Scherer-Raymond Herzog - Freimingen-Merlenbach: Bei uns Dahem (Herausgeber), 2002, 223 Seiten

Le Platt lorrain de pocheLothringisches Platt lernen

Taschensprachführer Moselfränkisch
Bearbeitet von Jean-Louis Kieffer Autor) mit Zeichnungen von Jean-Louis Goussé 197 Seiten
Verlag : Assimil France Collection : Evasion Langues de poche
ISBN-10: 2700503740
ISBN-13: 978-2700503746


Lûbeln ûn sin Plàt

Longeville-lès-Saint-Avold et son Francique.Francique de Longeville-lès-Saint-Avold

Lexikon und Wörterbuch über den Dialekt von Lubeln (Longeville-lès-St.-Avold).

Bearbeitet von: Marc Mouth

 

Die deutsch-lothringischen Mundarten

Die deutsch-lothringischen Mundarten gehören überwiegend zur Dialektgruppe des Westmitteldeutschen.

Diese Mundarten wurden nur teilweise von der zweiten Lautverschiebung betroffen (Als Zweite Lautverschiebung - auch Hochdeutsche oder Althochdeutsche Lautverschiebung genannt - wird ein regelhafter Lautwandel im Bereich des Konsonantismus verstanden, der die hochdeutschen Dialekte zwischen dem 4. und dem 8. Jahrhundert entstehen ließ. Sie unterscheiden sich dadurch von den niederdeutschen Mundarten in einem gemeinsamen Dialektkontinuum. Die oberdeutschen Mundarten unterscheiden sich vom Mitteldeutschen, dass die Hochdeutsche Lautverschiebung in stärkerem Maße durchgeführt worden ist.

  • Niederdeutsch: ik, maken, Dorp, op, dat, Pund, Appel.
  • Mitteldeutsch: ich (oder ech), mache, Dorp/Duerf oder Dorf, dat oder das, op/of/uf, Appel, Pund.
  • Oberdeutsch: ich, mache, Dorf, das, auf/uf Appfel, Pfund,
 

In unserer Region werden drei fränkische mitteldeutsche Mundarten und eine alemannische oberdeutsche Mundart gesprochen, nämlich

  • das luxemburgische Fränkische im sog. Dreiländereck, d.h. dem Raum Diedenhofen (Thionville) und Sierck. In diesem Gebiet sagt man ech, machen, Duerf, op, dat, Appel und Pund.
  • das Moselfränkisch im Raum Busendorf (Bouzonville) und Bolchen (Boulay). In diesem Gebiert sagt man ich, mache, Dorf, dat, of, Appel und Pund.
  • das Rheinfränkisch/Lothringische im Raum Sankt Avold, Forbach, Saargemünd, Saarburg, im Bitscherland sowie im sog. Krummen Elsass (Raum Drulingen/Saarunion/Lützelstein). In diesem Gebiet sagt man ich, mache, Dorf, das, uf, Appel und Pund.
  • das Niederalemannische im süd-östlichen Teil des Kreises Saarburg an der Grenze zum Elsass. In diesem Gebiet sagt man ich, mache, Dorf, das, uf, Apfel und Pfund.


Der Übergang von einer Mundart zur anderen vollzieht sich nicht abrupt, sondern sehr allmählich von einem Ort zum nächsten und die Mundarten bilden ein Dialektkontinuum. Im süd-östlichen Teil des Département Moselle (in der Nähe von Pfalzburg und Dagsburg) weisen die fränkischen Mundarten immer mehr alemannische Merkmale auf (http://projetbabel.org/francique/crit_ling.php3#vocalisme Vokalismus) je mehr man sich dem Elsass nähert.

Lothringische Dialekte und Standarddeutsch: zwei Ausdrücke der gleichen regionalen Sprache

Wenn die Verwandtschaft des Lothringer Platt mit dem Deutschen im öffentlichen Bewusstsein nicht mehr deutlich wahrgenommen wird, so erklärt sich das mit dem Trauma der Annexion und des Naziterrors sowie der Verbannung des Deutschen von den Grundschulen in den Nachkriegsjahren.

Ohne das erlittene Trauma zu verdrängen, ist es in der heutigen Zeit geboten, zu einer objektiveren und gelasseneren Sicht unserer Regionalsprache zurückzufinden und sich daran zu erinnern, dass das Standarddeutsche seit dem 16. Jahrhundert die Schriftform unserer Sprache, die Sprache der Kirchen, der Schule und der notariellen Urkunden ist und dass die Eigennamen, die Namen der Städte und Dörfer und die Straßennamen vor der Revolution von 1789 – lange vor der Annexion von 1871 – in Dokumenten auf Standarddeutsch und nicht im Dialekt geschrieben waren.

Schriftstücke im Dialekt sind erst viel später im Umlauf gekommen.

• Dialekte sind nicht kodifizierte, rein gesprochene Idiome

• Standardsprache und Dialekt haben unterschiedliche Funktionen.

 

Standardsprache und Dialekt haben unterschiedliche Funktionen

Unter den beiden gibt es keine Hierarchie. Die Standardsprache ist vor allem ein geschriebenes Kommunikationsmittel sowohl Lothringens eigen als auch dem ganzen deutschen Sprachraum gemein, wohingegen der Dialekt eine unserer Region eigene Funktion des Ausdrucks der Identität hat.

Die Zugehörigkeit der lothringischen Dialekte zum deutschen Sprachraum bedeutet offensichtlich nicht, dass sie nicht Besonderheiten aufweisen und insbesondere – wie die Dialekte des Saarlandes, der Pfalz, Badens und der Schweiz – Interferenzen mit dem Französischen, aber diese beeinflussen weder die historische Abstammung, noch ihre Struktur.

Wir bezeichnen unsere Dialekte als (Lothringer-)Platt, (Lothringer­)déitsch / (Lothringer­)ditsch / (Lothringer)däitsch, Plattdéitsch oder ganz einfach Platt im Gegensatz zur deutschen Normsprache, die Hochdéitsch/Hochditsch/Hochdäitsch genannt wird. Die Standardform „Hochdeutsch“ wird in Deutschland zur Bezeichnung der Normsprache verwendet, aber die Linguisten verstehen darunter ausschließlich die Gesamtheit der mittel­ und oberdeutschen Dialekte, und zwar in Abgrenzung vom Niederdeutschen des Nordens. Zur Vermeidung von Missverständnissen bezeichnen wir daher die deutsche Normsprache hier als Standarddeutsch.

• Dialekte sind nicht kodifizierte, rein gesprochene Idiome.

• Lothringische Dialekte und Standarddeutsch: zwei Ausdrücke der gleichen regionalen Sprache

  1. nicht kodifizierte Idiome
  2. Definition der regionalen Sprache
  3. Unsere regionale Sprache

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CBL-Zweisprachig, unsere Zukunft nimmt eine Reihe von CDs von Geschichten, die von Angelika Merkelbach-Pinck gesammelt wurden, im Lothringer Dialekt auf.

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Gespräch mit Philipp Beyer

Gespräch mit Philipp Beyer über dessen Gedichtband (Zeitschrift Land un Sproch Nr. 127)

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